Klimaschutz an der Stadtschule  

 

Unsere Klimawoche findet jedes Jahr im September im Rahmen einer fächerübergreifenden Projektwoche statt.

 

Sie dient sowohl als Abschluss des vergangenen „Klima-Schuljahres“, als auch als Auftakt des beginnenden „Klima- Schuljahres“. Sie ist inhaltlich im Fachcurriculum Heimat-, Welt- und Sachunterricht sowie formal im Schulprogramm fest verankert.
Die Kinder stellen die Ergebnisse dieser Woche an einem Präsentationstag allen Interessierten vor. Hierzu werden auch Vertreter der Presse sowie Vertreter der örtlichen Politik eingeladen. Jede Klasse verbringt einen Tag der Projektwoche bei einem unserer Kooperationspartner, um nicht nur theoretisch, sondern auch aktiv handelnd die Relevanz ihres behandelten Themas für die Umwelt sowie das Klima zu begreifen.
Die Stadtschule beteiligt sich während dieser Woche aktiv an der europaweiten Kindermeilen-Kampagne des Klimabündnisses e. V. (www.kinder-meilen.de). Alle Kinder sammeln eine Woche lang grüne Meilen in einem Sammelalbum, indem sie umweltfreundlich zur Schule kommen. So erfährt jeder Einzelne, was es heißt, die Umwelt durch die Anpassung des eigenen Verhaltens aktiv zu schützen. Ihre Forderungen an die Klimapolitiker können die Kinder am Ende der Klimawoche auf Fußabdrücke schreiben. Sie werden auf der Weltklimakonferenz übergeben und ausgestellt (Ergebnisse aus 2015 unter www.kinder-meilen.de/180.html).
Darüber hinaus nimmt die Stadtschule an den Aktionstagen „Zur Fuß zur Schule“ teil. Auch hierbei werden Kinder aufgefordert, sich zu bewegen - also zu Fuß, mit dem Fahrrad oder dem Roller zur Schule zu kommen. Auch Eltern, LehrerInnen sowie ErzieherInnen beteiligen sich und lassen das Auto während der Klimawoche nach Möglichkeit stehen. Im Jahr 2017 nahm die Stadtschule erstmalig an den Aktionstagen teil und belegte beim bundesweiten Wettbewerb den 3. Platz (https://www.zu-fuss-zur-schule.de/wettbewerb).
Die Thematisierung umweltfreundlicher Mobilität wirkt sich nachhaltig auf das Verhalten unserer SchülerInnen aus. Wir bemerken einen Rückgang des täglichen Verkehrschaos ́ vor der Schule und beobachten deutlich mehr Kinder, die umweltfreundlich zur Schule kommen. Auch in Zukunft wollen wir auf dieses Thema verstärkt unser Augenmerk richten. Gemeinsam mit den SchülerInnen ist geplant, unsere Fahrradständer zu verschönern. Im Schulelternbeirat wird derzeit das Einrichten einer sogenannten „Kiss and go“-Zone unweit der Schule besprochen.

Im fächerübergreifenden Projektunterricht während der Klimawoche behandelt jede Jahrgangsstufe vertiefend ein klimarelevantes Thema. So durchläuft jedes Kind während seiner Grundschulzeit alle vier Themenbereiche. Auf diese Weise wird vernetztes Denken gefördert und den Kindern mit steigender Klassenstufe die globale Relevanz des Themas „Klimaschutz“ näher gebracht. Diese sind wie folgt aufgeteilt:
 
Klassenstufe 1: Regionale bzw. saisonale Produkte im Vergleich mit überregionalen bzw. konventionellen Lebensmitteln, Kooperationspartner: Wochenmarkt Bad Oldesloe (www.wochenmarkt-bad-oldesloe.de), Gut Wulksfelde (www.gut- wulksfelde.de)
 
Klassenstufe 2: Müll und Recycling, Kooperationspartner: AWSH
 
Klassenstufe 3: Wasser, Kooperationspartner: Klärwerk
 
Klassenstufe 4: (erneuerbare) Energien, Kooperationspartner: Klimahaus Bremerhaven
 
Durch die Verzahnung von Rahmenplan, Schulcurriculum sowie Alltagsrelevanz können wir beobachten, dass viele Kinder nachhaltig ihr Verhalten zugunsten des Klimaschutzes verändern. Sie achten beispielsweise darauf, den Müll richtig zu trennen bzw. zu entsorgen oder lieber Buntstifte statt Filzstifte zu benutzen. Nachhaltigkeit zeigt sich auch darin, dass die Eltern eine Veränderung des Verhaltens ihrer Kinder zurückmelden. Zu Hause wird zum Beispiel vermehrt darauf geachtet, das Wasser beim Zähneputzen nicht laufen zu lassen oder das Licht in ungenutzten Räumen auszuschalten.
Es ist uns ein großes Anliegen, dass die Kinder unserer Schule im Verlauf eines „Klima-Schuljahres“ immer wieder auf Themen der Nachhaltigkeit und des Klimaschutzes auch außerhalb von unterrichtlichen Inhalten stoßen. So sind SchülerInnen wie Lehrkräfte dazu angehalten, den Müll in den Klassen richtig zu trennen. Es gibt in jeder Klasse einen Mülldienst, der aus drei Kindern besteht, die eigenverantwortlich die Mülleimer in den dafür vorgesehenen Containern entleeren.
Darüber hinaus arbeiten wir eng mit dem „Lego education-Studio“ zusammen. Hier werden Themen wie z. B. alternative Energien oder Ressourcenschonung in den von den Kindern wöchentlich besuchten Legokursen aufgegriffen
Durch unsere Teilnahme am EU-Programm „Obst, Gemüse und Milch“ wird den Kindern das ganze Jahr über vor Augen geführt, was es bedeutet, sich regional bzw. saisonal zu ernähren. Unser Kooperationspartner, das Gut Wulksfelde, beliefert uns zu diesem Zweck zwei mal pro Woche mit biologisch hergestellten Lebensmitteln. Auch hier werden die Kinder in die Verantwortung genommen. Es gibt in jeder Klasse einen Obst- und Gemüsedienst, der die gelieferten Lebensmittel für die MitschülerInnen mundgerecht vorbereitet. Das Programm wird durch den Heimat-, Welt- und Sachunterricht thematisch passend begleitet. Darüber hinaus besucht jede Klasse pro Schuljahr mindestens einmal das Gut Wulksfelde, um die Entstehung der gelieferten Lebensmittel vor Ort zu erleben (http://www.ln- online.de/Lokales/Stormarn/Stadtschule-Bad-Oldesloe-lebt-gesund).
Im Rahmen unserer Kooperation mit den Stadtwerken wurden wir zu „Baumpaten“ ernannt. Die SchülerInnen haben auf der Obstbaumwiese des Wasserwerkes selbst Bäume gepflanzt und so abermals aktiv zum Umwelt- und Klimaschutz beigetragen (https://www.vereinigte-stadtwerke.de/pressemitteilung/aktuelles/neue- streuobstwiese-am-oldesloer-wasserwerk).
Die Klimawoche wird regelmäßig in der Fachkonferenz Heimat-, Welt- und Sachunterricht gemeinsam mit ElternvertreterInnen, Lehrkräften und der Schulleitung evaluiert. Die Stadtschule informiert auch andere Schulen im Sinne eines Impulsgebers darüber, wie nachhaltiges Handeln in Schule sowohl organisatorisch als auch inhaltlich und vor allem praktisch implementiert werden kann. Im Rahmen des regelmäßigen SINUS-Sets, in welchem zwei Lehrkräfte unserer Schule mitwirken, bilden wir zum Thema Klimaschutz an Schulen fort und vermitteln Kooperationspartner.
Um Nachhaltigkeit dauerhaft als Haltung an unserer Schule zu etablieren, ist es nötig, die Klimawoche sowie unsere damit verbundenen Aktivitäten im Verlauf eines Schuljahres stets weiterzuentwickeln. Für das kommende „Klima-Schuljahr“ haben wir uns vorgenommen, das Thema „Lebensmittelabfälle“ stärker in den Fokus zu rücken. Wir planen dafür eine Zusammenarbeit mit unserem Mensabetreiber Dussmann sowie der „Agrar Koordination“ des Forums für Internationale Agrarpolitik e. V. (https://www.agrarkoordination.de/projekte/gutes-essen-macht-schule/).
 
Cookies erleichtern die Bereitstellung unserer Dienste. Mit der Nutzung unserer Dienste erklären Sie sich damit einverstanden, dass wir Cookies verwenden.
Ok